
Schädelakupunktur

Die Schädelakupunktur ist eine spezielle Form der Akupunktur, bei der definierte Areale der Kopfhaut stimuliert werden. Je nach Schule werden dabei unterschiedliche Linien- und Punktesysteme verwendet. Bekannt sind unter anderem chinesische Schädelakupunktur-Systeme sowie die Yamamoto Neue Schädelakupunktur (YNSA).
Die Methode wird vor allem als ergänzender Behandlungsansatz eingesetzt. Sie ersetzt keine neurologische oder andere fachärztliche Diagnostik. Welche Form der Akupunktur sinnvoll ist, hängt immer von der individuellen Situation ab.
Was ist Schädelakupunktur?
Bei der Schädelakupunktur werden sehr feine Nadeln oberflächlich in bestimmte Bereiche der Kopfhaut gesetzt. Die verwendeten Zonen orientieren sich je nach System entweder an traditionellen Akupunkturkonzepten oder an funktionellen Zuordnungen bestimmter Körperregionen.
Die Schädelakupunktur unterscheidet sich damit von der klassischen Körperakupunktur, bei der Akupunkturpunkte am gesamten Körper behandelt werden. In der Praxis können beide Ansätze miteinander kombiniert werden.
Welche Formen gibt es?
Chinesische Schädelakupunktur
Die chinesische Schädelakupunktur arbeitet mit definierten Linien und Zonen auf der Kopfhaut. Diese werden je nach Beschwerdebild ausgewählt und über einen begrenzten Zeitraum mit Nadeln stimuliert.
Yamamoto Neue Schädelakupunktur (YNSA)
Die YNSA wurde vom japanischen Arzt Toshikatsu Yamamoto entwickelt. Sie arbeitet mit eigenen Punktesystemen am Kopf und wird vor allem in der komplementärmedizinischen Praxis eingesetzt.
Wie läuft eine Behandlung ab?
Zu Beginn steht ein ausführliches Gespräch zu Beschwerden, Vorerkrankungen, Medikamenten und bisherigen Behandlungen. Anschliessend entscheidet die Therapeutin oder der Therapeut, ob Schädelakupunktur überhaupt geeignet ist und welche Punkte infrage kommen.
Die Nadeln werden oberflächlich gesetzt und verbleiben typischerweise für eine begrenzte Zeit. Währenddessen sollte die Behandlung ruhig und unter Beobachtung erfolgen. Je nach Situation kann die Schädelakupunktur mit klassischer Akupunktur kombiniert werden.
Bei welchen Beschwerden wird Schädelakupunktur eingesetzt?
In der Praxis wird Schädelakupunktur unter anderem als ergänzender Ansatz bei Schmerzen, funktionellen Beschwerden und in bestimmten neurologischen Rehabilitationssituationen eingesetzt. Die wissenschaftliche Datenlage unterscheidet sich jedoch deutlich je nach Beschwerdebild und Methode.
Wichtig ist deshalb eine klare Einordnung: Akupunktur kann eine bestehende medizinische Behandlung ergänzen, sollte notwendige schulmedizinische Abklärungen aber nicht ersetzen.
Gibt es Risiken oder Nebenwirkungen?
Wie bei anderer Akupunktur können vorübergehend kleine Blutungen, Hämatome, Druckempfindlichkeit, Müdigkeit oder Kreislaufreaktionen auftreten. Bei Erkrankungen, die eine ärztliche Abklärung erfordern, oder bei unklaren neurologischen Symptomen sollte zuerst medizinisch abgeklärt werden.
Was kostet Schädelakupunktur?
Die Kosten richten sich nach Behandlungsdauer, Tarif und Therapeut. Bei entsprechender Zusatzversicherung kann ein Teil der Kosten übernommen werden. Die konkrete Kostenübernahme sollte vorab direkt mit der eigenen Versicherung geklärt werden.
Schädelakupunktur bei Praxis Hwang
Ob Schädelakupunktur in Ihrem Fall sinnvoll ist, klären wir individuell. Im Vordergrund steht nicht eine bestimmte Methode, sondern die Frage, welcher therapeutische Ansatz zu Ihrem Beschwerdebild passt.
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Weitere Akupunkturformen
Weitere Verfahren im Überblick: Elektroakupunktur, Koreanische Handakupunktur, Magnetakupunktur und Meridiantherapie.









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